Sicherlich gehören wir zu Götzens späteren Freunden/ Bekannten. Wir können weder von einer langjährigen gewachsenen Freundschaft sprechen noch von unzähligen gemeinsamen Stunden. Fast zögern wir, ob wir das Wort Freunde für uns in Anspruch nehmen dürfen. Weder gratulierten wir uns gegenseitig zum Geburtstag, noch hätten wir die Lieblingsfarbe, das Lieblingsessen oder seine aktuelle Lieblingsmusik benennen können. Warum also sind wir so tief getroffen und traurig, dass dieser liebe Götz nun nicht mehr spontan in unserer alten Feuerwache vorbei schauen wird? Genau das tat er nämlich in wunderbarer Loyalität und Treue, wann immer er es einrichten konnte, und jedesmal war es so vertraut und intensiv und zugewandt und ehrlich aneinander interessiert wie es eben doch nur bei echten Freunden oder aber vertrauten Seelen sein kann. Dass er ein Bild von Tilman kaufte, war uns eine Ehre. Ihn zu sehen immer eine Freude. Ihn zu beschreiben fällt leicht: ein ganz feiner, reflektierter, unfassbar angenehmer Mensch, eine alte weise Seele, ein empathischer Zuhörer und Menschenfreund. Neben dem Gefühl, es immer noch nicht ganz fassen zu können, was passiert ist, bleibt ein Trost. Offenbar hat Götz in seinen letzten sieben Jahre sehr auf seine innere Stimme gehört, umgesetzt und gelebt, was ihm wichtig war und ihm Glücksmomente schenkte: das Studium der sozialen Arbeit, die Arbeit im Hospiz und das Abenteuer Azoren mit seinem Bernd. Als ob er ahnte, dass er keine Zeit mehr verlieren durfte. Wir werden ihn in sehr, sehr lieber Erinnerung bewahren. Und ihm bei einem guten Tee im Geiste an schönen Gesprächen teilhaben lassen und seine schöne Stimme wird uns unvergessen sein. Deine Astrid, Tilman, Jasper & Merle Elgnowski